Wie die Jungfrau zum Kinde oder was macht die Pummelfee auf einer großen Buchmesse?

Wird sie jetzt übermütig?

Frankfurter Buchmesse vom 17. bis 20. Oktober 2019

Stellt euch folgende Situation vor. Ihr sitzt mit einem guten Freund in einem Lokal in der Sonne.
Liebe Grüße Herr von Hainwald.
Es ist Ende Juni, Anfang Juli und es ist warm, die Vögel zwitschern und man schlürft gemütlich sein Käffchen.
In trauter Zweisamkeit redet man halt hin und wieder über Träume und Hoffnungen, über Vergangenheit und Gegenwart.
Jedenfalls war mein Wunsch, irgendwann ein Buch zu schreiben, mit dem ich mich vielleicht auf eine der großen Buchmessen wagen kann.
Die kleineren besuche ich ja als Blogger sowieso, selbst Leipzig war ich nun schon zweimal…
Er stimmte zu und sprach die magischen 5 Worte. „Versuchs doch, warum nur träumen?“
Ich meine, ja! Ich habe ein Buch geschrieben, ok, aber … ES IST DIE GRÖSSTE BUCHMESSE, DIE ES GIBT.
(Man stelle sich das Flöhchen im Panikmodus vor, die prustend ihren Kaffee über den Boden spuckt).
Wie jetzt? Ich? Mit meinem Krieger? Zur Frankfurter Buchmesse? Im Oktober? Hallloooooooo? Wovon träumst Du nachts? Wie sollte ich das schaffen, ich meine, es ist Juli, die Vögelein singen … ups, ich wiederhole mich.
Aber dies ganz bewusst, um meine Verwirrung auszudrücken. Ich meine, ich habe ein Buch geschrieben, das allein ist schon absolut surreal und es hat auch noch gefallen und Menschen haben es gekauft und für toll befunden. Das ist schon ein Hochgefühl sondersgleichen. Und noch dreimal und … und überhaupt… man fühle meine Verwirrung … Nur wie soll ich da hinkommen?
Die Verlage unterstützen gern die Selfpublisher (SP) und vermieten Regale an ihren Ständen. Das senkt effektiv die Kosten für den Stand und außerdem bietet es den SPlern eine Möglichkeit,
für bezahlbare „Taler“ sein Buch vorzustellen.
Na ja, das ist wunderbar, aber wie passte ich da rein?
Ich meine, wir hatten Juli, solche Bretter sind über Monate vorher ausgebucht und ich bin dafür zu spät dran.
„Na los, versuchs doch, schreib mal meinen Gedankenreich-Verlag an oder den Zeilengold-Verlag. Mehr als nein sagen, können sie doch nicht“.
Nun ja eigentlich hatte er recht, gesagt – getan.
Und was soll ich sagen, sie hatten ein Brett für mich übrig. Ich war geplättet.
Ich durfte für wenig Geld meinen Krieger auf einem Regalbrett in Messehalle 3 präsentieren.
Ich meine Frankfurt!!! AM MAIN!!! Ihr Lieben, nicht irgendwo! Die größte Buchmesse auf der Welt… Frankfurt mit x Nationen und – so wie dieses Jahr 300 000 Besuchern. Und unten seht ihr in den Bildern das Ergebnis.
Zeitweilig okkupierte der liebe Krieger sogar 3 Regalbretter.
Was ein Gefühl, ich meine mein Buch, in Frankfurt und auf drei Brettern und ich war dabei. Ich stand mit da, wurde befragt, es gibt von der lieben Susanne sogar ein Interview mit mir bei Youtube, welches ihr unten verlinkt findet. Das einzige Wort, was dazu passt, ist KRASS… Leute, das ist krass.
Ich habe ganz viel gelacht und geknuddelt und geschwatzt und vor allem noch mehr geschwitzt.
Leut’s, ich sags Euch, gefühlte 400 Grad in den Messehallen. Von Sauerstoff will ich gar nicht erst anfangen, den gab es nämlich nicht.
Es dauerte einige wenige Minuten, bis sich meine gesamte ehemals vorhandene Frisur (jap sowas hab ich) in Wohlgefallen oder eher Nässe aufgelöst hat, aber komplett. Aber es war genial, es war krass und toll und wunderbar und ich fahre nächstes Jahr definitiv wieder dorthin. Ich liebe es einfach.
Am Samstag, den 19.10.2019 war ich zudem noch auf der Queer Book Fair, ebenfalls in Frankfurt.
Der kleinen Messe für queere Literatur und es war ein Gefühl, wie heimkommen, ja das trifft es.
Ich hatte meinen Mann das erste Mal mit im Schlepptau und dem fiel mal recht ungalant die Kinnlade auf den Boden.
Wie ich sagte, wie nach Hause kommen. Ob es die Mimi war, der Paul, die Valerie oder der Frank, der Marc oder die liebe Neschka, der Marcel, die Chrissy, die Bianca und und und, alle waren sie da und wen ich jetzt nicht erwähnt habe, der möge mir verzeihen.
Es wurde geherzt und geknuddelt. Wundervoll. Ich kenne sie alle und wir haben geschwatzt, geknuddelt, ein Bierchen gezischt und geschwatzt, geschwatzt und geschwatzt…






Ein Interview mit der lieben Susanne von Bücher aus dem Feenbrunnen

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